Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr
Anklamer Str. 39 | 10115 Berlin | Tel: 017623552512
LESUNG UND GESPRÄCH IN DER SOPHIENKIRCHE
24. Februar um 19:00 Uhr:
Adriana Altaras, Besser allein als in schlechter Gesellschaft
Musikalische Begleitung: Hebräischer Chor Berlin
AUSSTELLUNG
6. Februar bis 6. März:
Frizzi Krella
DAMASKUS – Spuren der Erinnerung
„Damaskus ist immer schon eine Erinnerung gewesen. Vielleicht war es nie anderes, auch für die vor uns nicht. Wir mochten hindurchlaufen, dort wohnen, es fotografieren.Das änderte nichts daran, dass die Stadt eine Erinnerung blieb; und als Erinnerung war sie unzerstörbar.“
(Stefan Weidner)
In Damaskus überlagern sich die historischen Schichten jahrtausendealter Kulturen und Religionen und verschmelzen mit der Gegenwart. Frizzi Krella begibt sich in dieser Stadt auf Spurensuche, die sie mit ihren Schwarz-Weiß-Fotografieren beginnt aufzuzeichnen. Aus der Poesie des Unmittelbaren erwächst eine Schichtung von Erinnerungen, Sichtbares und Unsichtbares verschmelzen zu einer visuellen Essenz
„Wenn ich Frizzi Krella als Muse bezeichnen dürfte, wäre sie also Mnemosyne, die Göttin der Erinnerung und Mutter der Musen, und was sie fotografiert, wenn von Fotografie hier noch die Rede sein kann, sind jene Ideen, ist jene höhere Welt hinter den Schattenbildern.“
(Stefan Weidner)
Die Ausstellung zeigt fotografische Arbeiten von Frizzi Krella, die während ihrer Reisen nach Syrien in den Jahren 2022-2024 entstanden sind. Nun wurden sie erstmals im Kerber Verlag mit dem Fotobuch Damaskus veröffentlicht, erschienen zur Paris Photo 2025.
Frizzi Krella, Kunsthistorikerin, Autorin und Fotografin, wurde 1970 in Dresden geboren. Sie wuchs im geteilten Berlin auf, fotografierte seit ihrer Kindheit, durchlief die Zeiten der Dunkelkammer und reiste nach dem Fall der Mauer in nahe und ferne Welten. Sie studierte Kunstgeschichte, Archäologie und romanistische Literatur- und Sprachwissenschaften in Berlin und Paris.
Ihr fotografischer Blick durchdringt Wasser, Luft und Erde, verwandelt Reales in Bilder. Strukturen und Linien, Haptisches und Sinnliches werden mit großer Leichtigkeit unmittelbar visuell erfahrbar. Sie zeichnet Gedankenwege nach und legt Erinnerungspuren frei. So eröffnet sie ein Universum, das dazu einlädt, sich darin zu verlieren und gleichsam wiederzufinden.
BUCHPREMIERE UND GESPRÄCH
19. März, 19:00 Uhr
Überraschend und fesselnd bis zur letzten Seite erzählt Johann Reißer die unerhörte Geschichte von Max Duttenhofer, den kaum beleuchteten Anfängen der deutschen Rüstungsindustrie und den Hoffnungen, Begierden und Abgründen dahinter. Ein mitreißender und vielstimmiger Familien- und Epochenroman, der einen erzählerischen Bogen zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dem 21. Jahrhundert spannt.
Jeder in der Schwarzwaldstadt kennt den frechen Max, der sich statt in der elterlichen Apotheke lieber beim alten Pulvermüller rumtreibt. Dass dieser ehrgeizige Junge die Pulvermühle übernehmen und in wenigen Jahren einen international agierenden Konzern aufbauen wird, ahnt da noch keiner. Sein raucharmes Schießpulver revolutioniert die Kriegsführung und macht ihn zu einem der mächtigsten Männer des Kaiserreichs, der Deals mit Bismarck und Krupp einfädelt und sein Pulver bis nach Japan verkauft. Doch nicht allen gefällt, wie Industrialisierung und Nationalismus die Gesellschaft verändern. Die Aufrüstungsspirale entlädt sich im Ersten Weltkrieg, den seine uneheliche Enkelin Rosa als Arbeiterin in der Pulverfabrik erlebt. Einschneidende Erlebnisse machen sie zur Kämpferin gegen den Militarismus …
Dieser vielstimmige Epochen- und Familienroman spannt einen Bogen zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert und streift dabei Schauplätze wie Rottweil, Stuttgart, Hamburg und Berlin. Fesselnd bis zur letzten Seite spürt er dem Beschleunigungs- und Expansionsdrang der Moderne und dessen Umschlagen in Zerstörung und Gewalt nach und zeigt das Auseinanderdriften der Gesellschaft, wachsende soziale Spannungen und politische Radikalisierung.
Acht inhabergeführte Buchhandlungen haben in Berlin die IG Indie-Buchläden, Interessensgemeinschaft unabhängiger Buchläden Berlin, ins Leben gerufen.
Mit dem Zusammenschluss wollen die Beteiligten eine starke Gemeinschaft für kulturelle und ökonomische Vielfalt aufbauen sowie die gesellschaftliche Bedeutung von Buchhandlungen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.
In diesem Jahr planen wir gemeinsame Veranstaltungen, politische Kampagnen und Kooperationen mit Verlagen, Autor:innen und Leser:innen.
Mehr Infos folgen!
Wir helfen gern, das richtige Buch für Sie zu finden und für unsere Bücher die richtigen Leser. Kommen Sie in der Buchhandlung vorbei oder besuchen Sie unseren genialokal Online-Shop.
Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten und literarische Werke.
Biografien, Ratgeber und Bücher zu Geschichte, Politik, Wirtschaft, …
Von Bilderbüchern für Kleinkinder über Erstlesebücher bis hin zu Jugendromanen
Lehr- und Lernmaterialien für den Unterricht und Nachschlagewerke
Inhaberin von GOLDA books and more ist Sarah Dornhof. Sie ist Berlinerin und lebt schon lange und gern in der Nachbarschaft. Sie ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und hat bisher an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Frankreich, Marokko, England und Ghana gearbeitet. Ihr Wissen und ihre Interessen möchte sie in die Buchhandlung einfließen lassen und vor allem Lust und Neugierde am Lesen und an anderen Welten weitergeben.