In der Biografie Kafka’s Last Love erzählt Kathi Diamant die bewegende Geschichte von Dora Diamant, Franz Kafkas letzter Lebensgefährtin.
Dora war es, die Kafka dazu bewegte, sein Elternhaus zu verlassen und mit ihr in Berlin zu leben. Nach seinem Tod bewahrte sie zahlreiche seiner Manuskripte auf – Dokumente, die später von der Gestapo beschlagnahmt wurden und bis heute als verschollen gelten.
Die Autorin und Literaturwissenschaftlerin Kathi Diamant ist Professorin an der San Diego State University und Gründerin des Kafka Project, das sich der Suche nach den verlorenen Schriften Franz Kafkas widmet. Für ihre Biografie recherchierte sie über viele Jahre in internationalen Archiven und wertete bislang unbekannte Quellen aus.
Die Lesung findet auf Englisch und Deutsch statt.
Die Autorin Ruth Herzberg und Pablo Hagemeyer, Autor und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, lesen aus ihren Neuerscheinungen und sprechen gemeinsam über toxische Beziehungsmuster. Denn um solche Muster geht es in Ruth Herzbergs jüngstem Roman FREQUENZEN (mikrotext) ebenso wie in den Fall-Geschichten des Psychiaters Pablo Hagemeyer DER PATIENT, DER MIT DER STILLE SPRACH (Droemer Knaur).
Ruth Herzberg wurde 1975 in Ost-Berlin geboren. Sie lebt und schreibt in Berlin-Prenzlauer Berg. Nachdem sie Drehbuch an der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg studierte, widmete sie sich hauptberuflich dem Schreiben von Prosa. Von ihr sind bereits bei mikrotext erschienen: Wie man mit einem Mann glücklich wird (2014) eine Sammlung von Kurztexten, ihr Romandebüt Wie man mit einem Mann unglücklich wird (2021), Die aktuelle Situation (2022) sowie Von A bis Z (2023). Frequenzen (2026) ist ihr dritter Roman.
Dr. med. Pablo Hagemeyer, geboren 1970 in Bonn, ist ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis in Weilheim, Oberbayern. Er ist Autor mehrerer Bestseller, die sich mit Narzissmus und Persönlichkeitspsychologie befassen. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit ist er als Drehbuchautor, Drehbuchberater und Dozent für Persönlichkeitspsychologie aktiv. Er nutzt Storytelling-Elemente, um seinen Klienten Erkenntnisse über sich selbst zu ermöglichen.
Eintritt Abendkasse 9/6€
mit Photographien von:
Ekkehard Maaß (D)
Yuri Mechitov (GE)
Sawen Sargsyan (AR)
Holger Wendland (D)
Buchpremiere: Ich war Paradschanows Shorsholiana, Deutsch-Kaukasische Gesellschaft
Die Ausstellung ist vom 29. August bis 26. September bei Golda Books & Gallery während der Öffnungszeiten zu sehen.
Friedenauer Presse
Der autobiographische Roman Weltzeituhr erzählt von den 1970er und 80er Jahren in Ostberlin, von Exil-geprägten Familiengeschichten, von Kindheit, Freundschaften und Lieben, von psychotherapeutischer Arbeit und von Reisen nach Dalino, Moskau und Tbilisi. Individuelle Geschichten verweben sich mit dem Weltgeschehen. Persönliche Beobachtungen und Erfahrungen werfen Fragen auf, was normal ist und warum das Normale oft so befremdlich scheint. Sind es die Traumata der Nazi-Zeit, die Zwänge und die Enge der DDR? Lässt sich durch Therapie die Welt verändern, und was hat diese Frage mit der eigenen Herkunft zu tun? Immer wieder zeigt sich, wie sehr das Politische das Private durchdringt: Persönliche Biografie wird zum Brennglas gesellschaftlicher Veränderungen.
Helga Kurzchalia ist eine Berliner Psychotherapeutin und Autorin. Sie veröffentlichte u. a. die Bücher Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus (2010), HIER (2007, in Kooperation mit der Designerin Ulrike Brückner und der Fotografin Angelika Barz) und Im Halbschlaf (2000). In der Friedenauer Presse erschienen zuletzt ihr Roman Haus des Kindes (2021) und Weltzeituhr (2026).
In der Sophienkirche, Große Hamburger Straße 29/30
Moderation & Gespräch: Jörg Braunsdorf und Sarah Dornhof
Musikalische Begleitung: Matthias Bauer, Kontrabass
Eintritt Abendkasse: 19/15€
im Vorverkauf: 13/7,50€
Das Trauma umgibt uns anscheinend überall: Das Selbst ist verletzlich und das emotionale Gerüst fragil. Wir leben in Zeiten, in denen anscheinend alle ihr eigenes Paket Traumata mit sich herumtragen. Dabei verwässert die Bedeutung des Wortes zunehmend.
Was ist überhaupt ein Trauma? Wie äußert es sich? Was sagt das Gehirn dazu, und was der Körper? Und welche Formen der Heilung gibt es? Die besondere Perspektive der eigenen Betroffenheit verknüpft Julia Tautz mit Erkenntnissen aus Medizin, Psychologie, Geschichte, Kulturwissenschaften und Poesie.
Moderation: Daniel Sigge
Sucht ihr raum für einen Buchclub? Einen Workshop? Ausstellung? Pop-Up?